30.März 2012
OLED
Forschung über hochtemperaturstabile OLEDs
OLEDs haben auch gute Chancen zur Beleuchtungsquelle der Zukunft zu werden. OLEDs sind viel effizienter als klassische künstliche Lichtquellen. Nach und nach werden Schwachstellen der OLEDs ausgemerzt. Eine davon ist die geringe Hitzestabilität.
Wie hitzefest sind OLEDs?
OLEDs werden in der Praxis auch bei hohen Temperaturen benötigt. Zuverlässigkeit wird bei OLED-Displays im Dauerbetrieb ebenso gefordert, wie bei zusätzlicher Sonneneinstrahlung beispielsweiese.
Noch sind jedoch die Mehrheit der OLEDs unter sehr hohen Umgebungstemperaturen nicht mehr stabil. Der Grund liegt darin, dass sie oft eine geringe Glasübergangstemperatur (Tg: 80-100°C) besitzen, bei der sie ihre, für kommerzielle Anwendungen benötigten, vorteilhaften Eigenschaften verlieren. Zudem dringt bei Hitze durch die OLED-Verkapselung vermehrt Sauerstoff und Feuchtigkeit ein.
Für zwei Jahre wird nun Dr. Guohua Xie von der Alexander von Humboldt-Stiftung gefördert, um an der TU Dresden am Institut für Angewandte Photophysik an hochtemperaturstabilen OLEDs zu forschen.
Während des Forschungsaufenthalts möchte Dr. Guohua Xie erforschen wie hochtemperaturstabile OLEDs hergestellt werden können. Bisher wurde dieses Thema bei den OLEDs nur wenig beachtet, obgleich es für die Praxis enorm wichtig ist.
Forschungserfolge dienen auch den Solarzellen
Auch in China wird stark in OLEDs investiert und der Markt für OLED Produkte wächst stetig.
Der chinesische Wissenschaftler ist überzeugt, dass er zusammen mit seinem Gastgeber, Prof. Karl Leo und seinem Team, einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung temperaturstabiler und gleichzeitig preiswerter OLEDs leisten kann.
Dies wäre auch für die kommerzielle Nutzung der OLEDs von Erfolg. Später werden die Ergebnisse der OLEDs auch auf andere Anwendungen der organischen Elektronik wie Solarzellen und Transistoren übertragbar sein.